Roger Federer: Beispiel mentalerStärke.  

Aus dem Blog von Joe Taugwalder

Roger Federers mentale Stärke

Jetzt hat es Roger Federer doch noch geschafft – und wie! Am 7. Juni 2009 schreibt Roger Federer Sportgeschichte und dies nicht nur für die Schweiz.

Nachdem ich erst gerade letzte Woche über Federer und seine mentalen Stärke geschrieben habe, ist es mir eine Ehre, ihm auf diesem Wege zu gratulieren.

“Congratulations Roger, Du hast geschafft, was vor Dir noch niemand geschafft hat, Du hast gezeigt, was in Dir steckt und was alles möglich ist. Für Dich sicherlich nicht das Endziel, aber ein wichtiges Etappenziel. Geniesse die Zielerreichung und das gute Gefühl. Ein ganzes Land und noch mehr, sind unglaublich stolz auf Dich!”

Und wenn man als Mentaltrainer heute die Berichte und Interviews über Roger Federer liest, ist dies eine reine Wohltat. Da erzählt ein grosser Mann, der so eine sympathische und authentische Bescheidenheit lebt, auf menschliche Art und Weise, einige seiner Erfolgsrezepte.

Nachfolgend habe ich einige seiner Aussagen zitiert, die ich bei 20 Minuten gefunden habe:

Meine Behauptung im letzten Artikel, Federer motiviere sich mit einem Zielbild, bestätigt sich somit. Nicht nur im Sport gilt: wenn Du weisst was Du willst und Du es vor Deinem geistigen Auge siehst und Du genau fühlst wie es dann sein wird, wirst Du es erreichen müssen – es geht gar nicht anders!

Auch ein Champion wie Federer hat ein Gedankenkarussell. Dass er dieses “abschalten” konnte, bewies er mit dem Sieg! Eine ganz klare Grundvoraussetzung für mentale Stärke, die ich auch immer wieder in meinen Vorträgen heraushebe.

Ja, richtig, es ist eine Bedingung, das zu lieben was man tut und die Rahmenbedingunen anzunehmen wie sie sind. Roger ging noch weiter und hat begonnen dies alles zu bewundern. Dies erzeugt gute Gefühle und gute Gefühle braucht man zum Siegen. Andere Spieler hätten nach vier Niederlagen im Finale vielleicht sogar begonnen, die Stadt und den Court zu hassen. Das Gefühl des Hasses hat eine sehr tiefe Schwingungsfrequenz, gegenüber der Liebe, die eine sehr hohe Schwingungsfrequenz aufweist. Welches Gefühl gewinnt?

Deinen Gegner kannst Du nicht ändern und auf seine Schwächen hoffen erst recht nicht. Konzentriere Dich auf Deine Stärken und fokussiere Dich auf Dein Ziel. Klar, dass Roger dies drauf hat!

In der Bibel steht ja schon, der Glaube versetze Berge. Vielleicht war es gerade dieser unerschütterliche Glaube, den Roger im Achtelfinal gegen Tommy Haas zur Aufholjagd und schliesslich zum Sieg geführt hat.

Roger Federers Geschichte zeigt mir wieder deutlich, dass Erfolg sehr viel mit den Gedanken und Gefühlen zu tun hat und auch dass Mentaltraining hartes Training ist. Herzlichen Dank für diese Einsichten.

Lebe Dein Leben ;-)!